Die Raupen des Frostspanners fressen im Frühjahr die Blätter der Obstbäume ab und schwächen somit den Baum nachhaltig. Die voll entwickelten Raupen lassen sich an einem hauchdünnen Faden zu Boden nieder und verpuppen sich im Erdreich.
Im Spätherbst klettern die flugunfähigen Weibchen am Stamm hoch, werden dort begattet und legen ihre Eier (schön verteilt!) an den Knospen ab.

Aber da ist auch ihr wunder Punkt:
Mit einem Leimstreifen kann man den Weibchen den Weg in die Krone verbauen und ihre Nachkommen können keinen Schaden anrichten. Man muss nur dafür sorgen, dass der Leimring zum richtigen Zeitpunkt aufgetragen wird und dass er lange genug klebrig bleibt. Man sollte auch achtgeben, dass die Spannerweibchen keinen Umweg ber den Pflanzpfahl, Spalierdraht, usw. finden. Der Leim ist etwas steifer als die gewohnten Lasuren aus anderen Tätigkeitsbereichen. Wenn man die Borsten eines Pinsels etwas einkürzt, kann man ihn sehr gut aus der Dose entnehmen und auf den Stamm schmieren. Bei borstiger Rinde kann man ihn auch mit dem Spachtel auftragen.

In manchen Jahren beginnen die Weibchen ihren Aufstieg in die Krone bereits in kühlen Augustnächten. Einmal aufgebracht, sollte man den Leimstreifen vom Herbst bis ins Frühjahr hindurch durch wiederholtes Auftragen klebrig halten. In ihrer Verzweiflung legen die Frostspannerweibchen die Eier auch unterhalb des Leimstreifens ab und im Vorfrühling könnten die geschlüpften Räupchen über den inzwischen eingetrockneten Streifen klettern und alle Mühe war für die Katz.

Bei dichtem Befall seilen sich kleine Räupchen (etwa 2-3mm lang) von hohen und ungepflegten Bäumen an einem langen Faden ab und lassen sich vom Wind durch die Gegend treiben. Somit ist kein Baum vor ihnen sicher. Man erkennt den Angriff an den hauchdünnen Spinnfäden in der Baumkrone.

Bei Befall kann man die Raupen zerdrücken oder spritzen. In der Abenddämmerung, bei mindestens 15 Celsius Tagestemperatur, kann man mit einem biologischen Mittel auf Basis des Bacillus thuringensis oder mit einem Absud aus Wermut, Rhabarber-, Meerrettich- und Pfirsichblätter sprühen. Rhabarber- und Meerettichblätter erscheinen im Frühjahr gerade rechtzeitig. Pfirsichbäume werden nicht vom Frostspanner befallen. Im Herbst kann man ein paar Blätter trocknen und bereit halten.

Im Hausgarten kann man den im Boden verpuppten Insekten durch Hacken der Baumscheibe zu Leibe rücken.

Wenn die Bäume durch fruchtbaren Boden (Kompost + Gesteinsmehl + gepflegte Baumscheibe) ausreichend ernährt sind und die Sorte an den Standort angepasst ist, vergeht den Raupen der Appetit, behaupte ich mal...

Die Ansiedlung von Singvögeln mit geigneten Brutkästen und Wasserstellen ist alleine für sich schon die halbe Lösung des Problems.

Wer hier noch mit giftigen Mitteln spritzen muss, dem sei gesagt: Prost Malzeit!

 
 
Mit freundlicher Genehmigung des OLV Organischer Landbau Verlag Kurt Walter Lau aus "Obstgartenhandbuch für Selbstversorger", ISBN 978-3-922201-89-2

 

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